06.10.2025 | Antrag zum Haushaltsplan 2026

Startup-Förderung konsolidieren und Schlagkraft erhöhen

Antrag:

1. Wo in der Wertschöpfungskette der Startup-Entwicklung heute noch Unterstützung fehlt.

2. Ob es für die Gründer einfach möglich ist, die erforderlichen Infos über die Unterstützungsangebote zu bekommen oder ob es hier sinnvoll sein könnte, ein Art Meta-Plattform im Sinne einer one-stop Information bereit zu stellen.

3. Welche Möglichkeiten Startups heute haben, um preiswert Räume bzw. Office-Strukturen (Schreibtisch mit Infrastruktur, Besprechungsräume) temporär anzumieten bzw. wie solche Möglichkeiten geschaffen werden können (z.B. online-Börse).

4. Ob ein großer Finanzierungsevent eine gute Ergänzung sein könnte (ähnlich slush in Helsinki oder bits & Pretzels in München, bei dem ausgewählte Startups auf Investoren treffen) und welche Kosten damit verbunden wären.

Begründung:
Um langfristig den Wohlstand in der Region zu sichern, müssen wir jetzt neue Geschäftsideen fördern, aus denen dann im Lauf der Zeit hoffentlich „big player“ werden. Da Startups immer mit einem hohen Risiko behaftet sind, ist es wichtig, eine entsprechend große Zahl an Startups zu fördern.

Berlin scheint im Moment an Attraktivität für Startups zu verlieren. Diese Chance sollte die Region Stuttgart gezielt nutzen, und die eigene Attraktivität erhöhen.

Angesichts der Transformation ist die Förderung neuer Geschäftsideen ein wichtiger Baustein, damit die Transformation gelingt. Daher ist es unser Anliegen, Startups bestmögliche Chancen hier in der Region einzuräumen. Deshalb wollen wir einen Überblick erhalten, wo wir gezielt noch effizienter Startups unterstützen können. Dabei sollen alle sechs Phasen eines Startups mitbetrachtet werden.

Es gibt heute zahlreiche Initiativen, um Startups zu fördern (Land, Bund, Region, Stadt Stuttgart, Universitäten, Firmen). Unklar ist, wie einzelne Startups die für sie bestmögliche und passende Unterstützung finden.

Bei der Förderung geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Vernetzung, Erfahrungsaustausch, Business Angel Programme usw. Auch Möglichkeiten für preiswerte temporäre Büroräumlichkeiten, spielen eine Rolle, z.B. wenn ausländische Startups für Vertriebsaktivitäten in die Region kommen, aber auch für Garagenbetriebe für entsprechende Meetings. Eine Einmietung in klassische Office Spaces oder auch z.B. in das Softwarezentrum in Böblingen ist für viele Startups zu teuer.

D.h. es braucht hier günstige, für Stunden nutzbare Räumlichkeiten.

Bei der Finanzierung scheinen Startups aus der Region nach wie vor schwierigere Bedingungen als in anderen Städten vorzufinden. Daher sollen hier zwei Themen geprüft werden:

1. wie Familiy Offices stärker für die Finanzierung von Startups gewonnen werden können und

2. ob ein großes Finanzierungsevent hier systematisch Abhilfe schaffen könnte.

Tielesch, Koch, Klamt, Schick-Ebert und Fraktion